Nix als Sex

Der kleine Unterschied

Betrachten wir doch einmal den kleinen Unterschied von Mann und Frau, den Mutter Natur so für uns ausgetüftelt hat: Da sind beim Mann die quicklebendigen Samenzellen, von denen rund 120 Millionen täglich in den Hoden produziert werden.

Und da ist bei der Frau lediglich eine runde unbewegliche Eizelle, die einmal im Monat über den Eileiter in die Gebärmutter hinunter rutscht. Wobei dieses Hinunterfallen noch in der Leibeshöhle passiert, das heißt im Stoffwechselbereich, wo unser Bewusstsein sowieso träumt oder schläft, und wir nur etwas mitbekommen, wenn wir dort krank sind.

Beim Mann hingegen, sind die Fortpflanzungsorgane fast ausschließlich nach außen verlagert und haben Gliedmaßencharakter wie unsere Arme oder Beine. Selbst die Hoden sind in ständiger Eigenbewegung. Daher hat der männliche Fortpflanzungsorganismus nicht nur ein Eigenleben, sondern ist wach und für das Bewusstsein voll da.

Das weibliche Prinzip drückt sich also durch die Ruhe, das Aufnehmende und die Rundung (Eizelle) aus, das Männliche hingegen durch die Bewegung, das Gebende und die Gerade (Samenzelle). Dieser krasse Gegensatz ist umso erstaunlicher, als doch jeder von uns männliche und weibliche Hormone besitzt – in unterschiedlichen Mengen natürlich – und in jedem Embryo bis etwa zur siebten Schwangerschaftswoche, das Urogenitalsystem doppeltgeschlechtlich angelegt ist.

Freiwerdende Fortpflanzungskräfte werden zu Gedanken

Im Physiologischen, (Physiologie: Lehre von den Lebensvorgängen) im Bereich des Lebens, könnten rein theoretisch die Energieströme ( Paracelsus nannte sie die Lebenskräfte), die für den Aufbau und für die Erneuerung der Fortpflanzungsorgane vorhanden sind, gleichzeitig männliche und weibliche Geschlechtsorgane aufbauen. Doch im praktischen Leben wird die Hälfte dieser gesamten Fortpflanzungskräfte frei, um zu verhindern, dass wir nicht beide Geschlechter auf einmal haben.

Da sich jedoch freiwerdende Energien nicht einfach in nichts auflösen, stehen sie dem bewussten Seelenleben, das heißt, dem Denken und dem Vorstellen zur Verfügung. Dem Mann diejenigen Energien oder Kräfte, die bei ihm keine weiblichen Geschlechtsorgane aufbauten durften und bei der Frau die männlichen.

Das ist ja mal wieder typisch Mann

Und schon sind wir bei dem Phänomen, das wir Frauen so gerne mit: “Das ist ja wieder mal typisch Mann”, oder die Männer mit einem gestöhnten:

“Weiber!”, wirklich geschickt auf den Punkt bringen.

Typisch weiblich sind wir – auch wenn es den meisten Männern nun nicht passt – im Kopf. Dort sind wir rund, ruhig und hauptsächlich aufnehmend:

sehen, hören, riechen, schmecken, essen und einatmen.

Das Männergehirn

Kommen nun im Kopf “weibliche” Energien bzw. Lebenskräfte hinzu, solche also, die für den Aufbau der weiblichen Geschlechtsorgane nicht gebraucht wurden, dann verdoppelt sich die weibliche Tendenz, und wir haben das typische Männergehirn: Alles hineinlassen und genau so behalten, wie es draußen ist. Bloß nichts verändern!

Nur ein Gedankengut gelten lassen, das kein Eigenleben hat, eines, das genau so objektiv ist wie man es als Tatsache draußen vorfindet. Objektiv muss es sein, sonst akzeptiert es der männliche Verstand nicht. Lieber wird ein Mann zum Objektivitätsfanatiker, als dass er etwas gelten ließe, das ein bisschen Eigendynamik hat.

“So ist es und nicht anders, basta!” Das ist so ein typischer Männersatz.

Sein Ideal ist die Maschine

Sein Ideal ist nicht die Frau. Sein Ideal ist der Computer, die Maschine an sich. Einmal programmiert, läuft sie. Und genau das erwartet er auch von seiner Umgebung, von seiner Frau und seiner Familie. Hat er sie erst mal “eingerichtet”, hat sie zu funktionieren! Wehe es droht eine Veränderung, dann ist Holland aber in Not. Denn dann sieht er die ganze Welt über sich zusammenbrechen.

Eine Halbnackte auf der Kühlhaube

Diese einspurige Funktionsweise des männlichen Gehirns versteht nicht nur die Pornoindustrie vortrefflich zu versilbern, sondern auch die Autokonzerne. Schon eine Halbnackte auf der Kühlerhaube sorgt für einen höheren Umsatz, weil der Mann durch die optische Darstellung sexuell angeregt wird und nun einen Stock tiefer denkt. W. Wunnenberg schreibt:

“Er trägt ein Sexualbild der Frau in sich, das fetisch-artig “anspringt”, wenn er mit einem realen optischen Eindruck geringer Ähnlichkeit konfrontiert wird.”

Er konsumiert Sex

Der Mann konsumiert Sex. Immer und überall. Sei es, wenn er sich Werbung, eine Stripteaseshow, eine Sexillustrierte oder einen Pornofilm reinzieht. Im Kopf ist er der Aufnehmende, der Passive, der Phantasielose. Man muss ihm schon was zum Gucken geben, bevor er auf Touren kommt.

Und die Frauen?

Das ist ja nun wieder ein Männerthema. Zumindest wird bei den Männern die Frauenlogik so gehandelt, als wäre sie ein Phantasiegebilde, das einem vorsintflutlichen Wesen entsprungen ist. Diese Überheblichkeit ist einerseits ein Stück Strategie, um die Frauen nicht plötzlich als gleichwertig betrachten zu müssen, andererseits einfach pure Einfalt.

Das Vorstellungsleben der Frau ist weder antiquiert noch gestört, sondern es läuft einfach nur anders als das männliche ab. Es hat nämlich all das, was den Männern fehlt: eine Eigendynamik, einen Phantasieanteil. Geprägt wird es von jenen Energieströmen, die vom weiblichen Geschlechtshormon daran gehindert wurden männliche Geschlechtsorgane aufzubauen.

So stehen nun diese lebendigen “männlichen Energien” dem weiblichen Gedankenleben zur Verfügung und beeinflussen es: Keine Tatsache, keine Vorstellung wird so belassen wie ist. Sie wird verändert, umgebaut und stets etwas Neues mit ihr ausprobiert. Gehen Sie mal mit einer Frau etwas zum Anziehen kaufen. Das kann dauern, besonders bei Schuhen. Jackie Onassis soll ja für solche Kleinigkeiten 1500.-Euro pro Minute ausgegeben haben.

Die Frau liebt die Veränderung

Die Frau liebt einfach die Veränderung. Daher kann sie auch ihren Mann nicht in Ruhe lassen! Sie liebt ihn nicht so wie er ist. Sie liebt sein Idealbild. Und daher wird solange an ihm herumgebastelt, bis er diesem entspricht. Mein Mann beispielsweise wird von morgens bis abends erzogen. Gefruchtet hat es noch nichts, aber Rom ist ja auch nicht an einem Tag gebaut worden.

Sie zieht sich gerne aus

Bei ihrem Veränderungsdrang zieht sie sich nicht nur gerne um, sondern auch gerne aus. Und das seit Jahrtausenden. Nicht nur im Striptease, sondern auch in der Mode setzt sie ihre raffiniert exhibitionistische Veranlagung wunderbar ein. Was wäre ein Sommer ohne Minirock oder durchsichtige Tops? Ein Desaster, genau! Sie hätte nichts zu zeigen und er nichts zu gucken.

Die sexuellen Phantasien der Frauen sind auch nicht so auf den Körper des anderen Geschlechts fixiert, wie die der Männer. Sie sind kreativ, romantisch und richten sich vielmehr auf eine ideale Partnerschaft, auf schöne Verhältnisse oder die bomben Karriere des Mannes. Wenn nun einer behauptet, Frauen und Männer passen nicht zusammen, sollte sich besser mal auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen.

Dieser Textauszug ist eine Leseprobe aus dem Artikel „Nix als Sex“, den Sie in meinem kostenlosen E-Book

 

 

Mein Mann, das Theater und ich“
nachlesen können.

 

 

„Mein Mann, das Theater und ich“, ist eine romanhafte Darstellung einzelner Episoden aus meinem Leben, die mich veranlasst haben, das Coaching-Programm „12 Schritte zum persönlichen Glück“ zu schreiben.

Die einzelnen Themen wie Sex, Liebe, Treue, Fremdgehen, Abtreibung oder die Frage nach Dingen zwischen Himmel und Erde, die dem Verstand nicht logisch erscheinen, werden hier angerissen, weil sie ein Teil meines Alltags darstellten.

Da diese Themen Anlass meines Coaching-Programms waren, sollte man dieses E-book als humorvolle Einführung in die ganze Thematik der

 

 

 

„12 Schritte zum persönlichen Glück“.

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