Liebeskummer, und was man dagegen tun kann

Liebeskummer macht uns fähig, selbstloser lieben zu können

Es mag vielleicht merkwürdig klingen, wenn wir unglückliche Liebesbeziehungen als einen Beitrag dazu sehen, um später selbstloser lieben zu können. Denn Einsamkeit oder eine Liebe, die das Geliebte entbehren muss, erweckt in den Tiefen unserer Seele so starke Sehnsuchtskräfte, die uns befähigen, bei einer neuen Liebe mehr auf die inneren Werte eines Menschen zu sehen.

Wie viel Liebesbeziehungen versprechen am Anfang das erotische Mekka und die große Liebe zu sein und enden doch bald in einem herzzerreißenden Trennungsdrama, in dem der Verlassene sich am liebsten umbringen möchte. In seinem Kummer trifft er aber dann jemanden, oft sogar jemanden, den er aus Ignoranz früher nie beachtet hatte, der ihn versteht, tröstet und der schließlich zum Partner und zur Liebe seines Lebens wird.

Leid lässt uns selbstloser werden, es lässt uns mehr auf die eigenen Vorteile verzichten und macht uns sehend für die wahren Werte im Leben. Daher macht uns verschämte Liebe reif für eine unegoistische, für eine leidenschaftslosere Liebe, die bis in alle Ewigkeit hin andauern kann. Verliebt sein heißt: “Jemanden haben wollen”, jemanden lieben bedeutet jedoch: “Das Gute für ihn zu wollen”.

Wenn wir uns nun lange mit unserem Schmerz befasst und genug Tränen vergossen haben, kommt irgendwann die Zeit, wo wir ihn entlassen müssen. Er gehört unverwandelt nun nicht mehr in unsere Gefühlswelt. Und das müssen wir ihm beibringen. Sagen wir zu ihm: “Schluss jetzt, lass mich los”, sobald er sich unser wieder bemächtigen will. Sonst packt uns eines Tages das Selbstmitleid, wir fangen an zu grübeln, werden hartherzig, verbittert und hadern nur noch mit dem Schicksal.

Den Schmerz allmählich loszuwerden, geht natürlich am besten, wenn wir uns mit positiven Dingen beschäftigen. Suchen wir uns ein Gebiet, das unseren geistigen Horizont erweitern könnte. Eine Wissenschaft, eine Weltanschauung, eine Philosophie oder eine Religion. Auch das stille Gebet oder die Meditation sind Möglichkeiten, die uns über den normalen Alltag hinaus zu führen vermögen.

Gut Ding will Weile haben

Wem der Sinn mehr nach Kunst steht, der sollte nun anfangen sich mit ihr auseinanderzu- setzten.Wir könnten anfangen die verschiedenen Baustile unserer Stadt zu studieren, uns mit einzelnen Komponisten, Musikrichtungen befassen oder einfach zu Malen oder zu Schreiben beginnen. Mit jeder Art von Kunst, die wir selber ausüben, lässt sich der Schmerz natürlich viel schneller und intensiver verarbeiten, als wenn wir Kunst nur betrachten.

Es kommt dabei nicht darauf an, ob sich das Ergebnis schon bald vermarkten lässt, sondern nur, wie viel Freude wir dabei empfinden. Gut Ding will Weile haben, da rechnet man in Jahren und nicht in Stunden.

Um zu unserer geistigen Tätigkeit oder unseren kulturellen Betätigungen einen Ausgleich zu haben, könnten wir uns um Pflanzen oder Tiere kümmern, einem Bauern bei der Arbeit helfen oder sich selber einen Garten zulegen. Vor allem körperliche Arbeit oder Sport hilft trübsinnige Gedanken und Selbstmitleid zu vertreiben. Es gilt vor allem etwas Positives zu finden, was die innere Leere ausfüllt, in die sich sonst sehr schnell die schwermütige Grübelei einnisten kann.

Geradezu ein Wunderheiler ist, anderen Menschen zu helfen. Denn Arbeit, die gebraucht wird schafft eine tiefe innere Befriedigung und im Umgang mit anderen weckt sie neue Interessen und Freundschaften, wobei wir endlich all unsere eigenen Möglichkeiten frei entfalten können.

Niemals aufgeben

Wir haben ein hehres Ziel vor uns, und dennoch wird uns hin und wieder alles sinn- und nutzlos vorkommen. Wir werden uns verlassen, einsam und mutlos fühlen. Die Erinnerung an unsere Verletzungen wird zwischendurch wieder aufflammen und unsere gesamte Verfassung beeinträchtigen.

Doch das sollte uns nicht dazu verleiten aufzugeben. Niemals! Von außen betrachtet sind es vielleicht Rückschläge. Von innen gesehen sind es jedoch die Steine auf dem Weg, die wir brauchen, um uns eine Brücke in die Zukunft zu bauen.

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