Ist das jetzt Erotik, Sex oder doch Liebe?

Gibt es etwas, das unter uns für mehr Glück, Aufregung oder Irrtümer sorgt als die Liebe? Kaum, und deshalb wird auch über nichts so viel geschrieben wie über sie, doch im Grunde wissen wir doch selten, worum es eigentlich geht.

Das liegt an dem Durcheinander, das wir gemeinhin mit den Begriffen: Liebe, Sex und Erotik anstellen.

Den Begriff “Liebe” könnten wir beispielsweise in der normalen Literatur durchweg mit dem Begriff “Erotik” ersetzen, weil alle dieses erotische Gefühl meinen, aber durchweg von Liebe faseln. Auch würden wir der Wahrheit über sie etwas näher kommen, wenn wir in den Dialogen der Verliebten das Wort „Liebe“ gegen das Wort „Sex“ austauschten.

Man kriegt die Angebetete schnell ins Bett, wenn man von Liebe faselt

Ein Mann weiß, er kriegt seine Angebetete relativ schnell ins Bett, sofern er nur überzeugend genug seine Liebe betört. Und eine Frau lässt sich halt gerne verführen, wenn seine gesellschaftliche Stellung entsprechend angesehen und das Bankkonto dick genug ist.

Zugegeben, das klingt etwas gehässig. Doch es gibt kaum eine menschliche Schwäche, die als “Liebe” getarnt nicht salonfähig würde und sich danach vermarkten ließe. Sei es nun Habgier, weil ich auf sein Vermögen scharf bin, sei es Jugendwahn, weil ich Probleme mit dem Altern habe und mir deshalb etwas Knackiges an Land ziehen möchte oder sei es einfach aus Mangel an Selbstbewusstsein, weil das Image des Partner genügend Glanz für meine Wenigkeit verspricht. Überall flüstert man: “ich liebe dich” und meint doch eher das Drumherum. Daher scheitern so viele Beziehungen, daher weiß eigentlich keiner so recht, was Liebe eigentlich ist.

Der Mensch muss irren dürfen

So war das von der Vorsehung natürlich nicht geplant. Doch wenn sich der Mensch zu einem freien Wesen entwickeln soll, muss er irren dürfen. Es muss ihm erlaubt sein, ein riesiges Chaos anzurichten, weil er nur durch Irrtum zur Wahrheit gelangen kann.

Da scheint es doch angesichts unserer Evolution wieder legitim, alles mit allem vermischen zu dürfen. Doch das bringt uns jetzt nicht weiter. Viel eher nähern wir uns der Wahrheit über die Liebe, wenn wir einmal ihren Anfang und ihr Ziel betrachten.

Gott teilte seine Macht und sein Wissen, die Liebe behielt er

Zu Beginn der Erdenentwicklung erschuf Gott aus seinem Reich der Liebe ein Reich des Lebens, das allmählich zu unserem Erdenplaneten wurde.

Da die umfassendste Eigenschaft Gottes die wahre, rein Liebe ist, bewahrte er sie für sich. Er teilte jedoch seine Macht mit dem widerrechtlichen Fürsten Satan und die Weisheit mit dem gestürzten Engel Luzifer, damit der Mensch frei und unabhängig werde. So hatte er seine Allmacht und sein All-Wissen abgegeben, die Liebe aber behalten.

Um sie nun unter die Erdenbewohner zu bringen, konnte sie zu Beginn im Körper nur als Geschlechtstrieb angelegt werden. Doch sie war bewusst. Erst durch die Geschlechtertrennung verdunkelte sich dieses Bewusstsein mehr und mehr und wurde schließlich zum blinden Trieb. Es stieg zu den Göttern hinauf, die von da an nun in diesem Bewusstsein thronen.

Der blinde Trieb der “menschlichen Liebe” wurde ihnen zur Nahrung. Sie genossen die stürmischen Liebesgefühle und die sexuelle Vereinigung als Nektar und Ambrosia, jener Speise, die laut der griechischen Sage ihnen Erkenntnis und Unsterblichkeit verleiht.

Der Mensch als Werkzeug einer Mission

Dadurch wurde der Mensch zum Werkzeug einer Liebesmission. Vom Sex, als reinem Geschlechtstrieb, über die erotischen Gefühle in der Seele sollte er die Liebe nun wieder hinaufheben und zu etwas rein Geistigem werden lassen.

Er sollte die Liebe so in sich ausbilden, um sie am Ende seiner Entwicklung wieder der Erde zurückzugeben, weil alles – was der Mensch als Mikrokosmos in sich entwickelt – wieder dem Erdenkosmos eines Tages einverleibt werden soll. Denn nur so vermag sich die Erde selbst weiterzuentwickeln, weil die Liebe nämlich das Schöpferische, das Kreative in der Welt ist.

Heute lebt der eine ja immer noch auf Kosten eines anderen und glaubt, sein persönliches Glück hätte mit dessen Misere nichts zu tun. Das wird sich ändern. In ferner Zukunft wird man die Zusammenhänge erkennen und wissen, dass es kein Wohl des einen ohne das Wohl der anderen geben kann.

 

Die Liebe ist immer da

Da nun die Liebe gleich zu Beginn der Evolution als Grundkraft in uns eingepflanzt wurde, ist sie immer da. Ob sie sich nun als Geschlechtstrieb äußert, als Liebe zum Kind, als Liebe zu einem Werk oder als spinozistische Gottesliebe. Sie ist untrennbar mit uns verbunden und kann weder aus uns vertrieben noch aus uns herausgerissen werden. Wir können sie in uns oder einem anderen Menschen wecken, können sie pflegen oder verkümmern lassen, aber los, werden wir sie nicht.

Das klingt nicht nur unglaublich, sondern geradezu absurd, denn wo ist sie beispielsweise, wenn einer den anderen betrügt oder umbringt?

Da lebt sie in der Seele des Verbrechers als purer Egoismus, als Liebe zu sich selbst. Er hat sie in seine Seele hineingepresst und dort eingesperrt, nun verwandelt sie sich dort in Egoismus, in Selbstsucht, ja, sie verwandelt sich unglückseligerweise in ihren eigenen, in ihren größten Feind.

Was ist Liebe?

Liebe ist ihrer Natur nach die Fähigkeit, in ein anderes Wesen oder einen andere Vorgang überzugehen und dort unterzutauchen. Liebe ist diejenige Kraft, mit der wir unser Innerstes an die Außenwelt hinzugeben vermögen, damit wir eins mit ihr werden. Das äußert sich entweder als Mitgefühl, als Mitleid, im Verständnis, in wohlwollenden Gedanken oder in der Liebestat.

Die Seele braucht die Liebestat

Und so wie die Liebessehnsucht, die Sehnsucht nach Liebe mit uns untrennbar verbunden ist, so braucht unsere Seele die Liebestat. Wir müssen – wie bei der Atmung – die Liebe wieder aus uns herausströmen lassen, sonst verbrennen wir am eigenen Liebesfeuer und gehen daran zugrunde.

Wir werden zu unerträglichen Egoisten, mürrisch, unzufrieden und stets bereit der Welt zu klagen, wie sinnlos und leer das Leben doch sei. Fortsetzung: „Liebe oder verliebt“ oder

 

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